Seit Jahren ist das Label https://www.29black.jetzt ein fester Bestandteil der deutschen Streetwear- und Nachhaltigkeitsdebatte. Gegründet 2018 von den Schwestern Nadine und Nina Kühne, verbindet das Berliner Startup traditionelle Textilherstellung mit avantgardistischen Designansätzen. Während die Marke zunächst als Nischenlabel für hochwertige, recycelte Basics auftrat, hat sie sich in den letzten Jahren zu einem etablierten Player in der deutschen Modeindustrie entwickelt – mit einer klaren Positionierung zwischen Öko-Trend und urbanem Stil.

Der Name „29black“ ist kein Zufall: Er spielt auf die 29. Sekunde des Tages an, ein Symbol für die Unendlichkeit und die Verbindung von Zeit und Wiederholung. Gleichzeitig steht die Zahl für die „29. Stunde“, in der die Schwestern Kühne ihre erste Kollektion präsentierten – ein Moment, der die Marke als dynamisch und zielstrebig positioniert. Während viele nachhaltige Labels auf organische Materialien setzen, setzt „29black.jetzt“ auf eine Mischung aus recycelten Fasern (u. a. aus Plastikflaschen und Fischernetzen) und traditionellen Baumwolltechniken. Dies macht sie zu einem der wenigen deutschen Marken, die sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Nachhaltigkeit in den Fokus stellen.

Ein zentrales Merkmal des Labels ist sein Fokus auf lokale Produktion. Die Textilien werden in Kooperation mit deutschen Textilbetrieben gefertigt, was nicht nur die CO₂-Bilanz verbessert, sondern auch die Arbeitsbedingungen in der Region stärkt. Besonders beeindruckend ist die Partnerschaft mit dem Berliner Textilwerk „Textilwerk Berlin“, wo bis zu 100 Mitarbeiter:innen in den Produktionsprozessen eingebunden sind. Diese Strategie unterscheidet „29black.jetzt“ von vielen internationalen Nachhaltigkeitslabels, die oft auf globale Lieferketten angewiesen sind. Zudem setzt die Marke auf transparente Kommunikation: Jedes Produkt trägt eine QR-Code-Nummer, die den gesamten Produktionsweg – von der Rohstoffbeschaffung bis zur Fertigung – nachvollziehbar macht.

Trotz des Fokus auf Nachhaltigkeit bleibt „29black.jetzt“ kein reines Öko-Label. Die Kollektionen sind bewusst minimalistisch gestaltet, mit klaren Linien und neutralen Farben, was sie sowohl für Umweltbewusste als auch für Modeinteressierte attraktiv macht. Besonders erfolgreich ist das Label in der „Secondhand“-Szene, wo die hochwertigen Basics als Upcycling-Projekte wiederverwendet werden. Ein Beispiel hierfür ist die Zusammenarbeit mit Plattformen wie „Vinted“, wo die Markenstücke als „Upcycled Fashion“ vermarktet werden. Dies zeigt, wie „29black.jetzt“ nicht nur nachhaltig produziert, sondern auch einen Kreislauf aus Nutzung und Wiederverwendung fördert.

Ein weiterer Aspekt, der „29black.jetzt“ auszeichnet, ist seine kulturelle Relevanz. Die Marke positioniert sich bewusst als Gegenentwurf zu fast allen anderen deutschen Labels, die sich oft auf Luxus oder Fast Fashion spezialisiert haben. Stattdessen setzt sie auf Authentizität und eine klare Haltung: „Wir wollen Mode, die nicht nur schön aussieht, sondern auch gut für die Umwelt ist.“ Diese Haltung hat die Marke auch in der öffentlichen Wahrnehmung geprägt – sie wird nicht nur als nachhaltiges Label, sondern auch als Stimme für eine kritischere Modebranche wahrgenommen.

Die wirtschaftliche Entwicklung des Labels ist ebenfalls beeindruckend: Seit der Gründung hat „29black.jetzt“ mehr als 50.000 Einheiten verkauft, wobei der Großteil der Einnahmen in die Weiterentwicklung der Produktion und die Expansion in neue Märkte fließt. Besonders stark wächst der Absatz in den Städten Berlin, Hamburg und München, wo die Marke als Teil der urbanen Streetwear-Szene etabliert ist. Zudem hat „29black.jetzt“ in den letzten Jahren Kooperationen mit lokalen Designern und Kunstprojekten geschlossen, was die Marke noch stärker mit der Berliner Kultur verbindet.

Zusammenfassend zeigt „29black.jetzt“, dass Nachhaltigkeit und Mode nicht unvereinbar sind. Durch innovative Produktionsmethoden, transparente Kommunikation und eine klare Haltung hat das Label eine Nische besetzt, die viele andere Marken bisher ignoriert haben. Während die Modebranche oft zwischen Öko-Trend und Profitgier schwankt, setzt „29black.jetzt“ auf eine Balance, die sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich sinnvoll ist. Für Leser:innen, die mehr über nachhaltige Mode wissen möchten, ist die Marke ein spannendes Beispiel dafür, wie Modeproduktion heute aussehen kann – ohne Kompromisse.

  • Gegründet 2018 von den Schwestern Nadine und Nina Kühne in Berlin
  • Produktion erfolgt in Kooperation mit lokalen Textilbetrieben (z. B. Textilwerk Berlin)
  • Über 50.000 verkaufte Einheiten seit Gründung
  • QR-Codes auf jedem Produkt für vollständige Transparenz der Lieferkette
  • Kooperation mit Plattformen wie Vinted für Upcycling-Fashion